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Vorstellung


Willkommen in meiner kleinen Welt!

Mein Name ist Calimero und ich bin ein fünf Jahre alter Alano-Mix. Da ich im katholischen Bayern residiere und laut Rasseliste ein gefährlicher Kampfhund bin, musste ich im zarten Alter von 14 Monaten einen Wesenstest absolvieren, den ich selbstverständlich mit Bravour gemeistert habe. Seht mich doch mal an - sieht SO ein gefährlicher Hund aus? 


Natürlich bin ich auch eine Art Kampfhund - ich kämpfe täglich gegen meine Ängste. Zum Beispiel vor diesen fiesen klebrigen Dingern, die Menschen erst ewig lang kauen, weil die offenbar gut schmecken, und dann einfach auf die Strasse spucken, weil sie irgendwann scheinbar nicht mehr schmecken. Diese Teile verkleben sich dann in meinen Pfoten und ich bin wirklich nicht in der Lage, so weiter zu laufen. Panik!!! Trete ich mit dieser Pfote wieder auf, bleibe ich dann vielleicht kleben? Frauchen muss diesen Monstern dann mit Erdnussbutter zu Leibe rücken. Sicherheitshalber laufe ich im Falle einer Kaugummiattacke immer auf drei Pfoten nach Hause. Klingt komisch, ist aber so.

Desweiteren finde ich es äusserst befremdlich, wenn plötzlich seltsam geformte, bunte Schilder auf dem Gehweg stehen, die gestern noch nicht da waren. Ja wenn die gestern noch nicht da waren, gehören die da auch nicht hin - ist doch logisch. Irgendwie müssen die über Nacht dort hin gelaufen sein. Hierfür habe ich eine äusserst wirksame Taktik entwickelt. Erst fixiere ich den Eindringling - das macht ihm offenbar Angst, denn er bewegt sich keinen Millimeter. Dann nehme ich schnell alle Pfoten unter die Arme und presche so schnell daran vorbei, dass er es kaum wahrnehmen kann - Frauchen fliegt in solchen Fällen automatisch hinterher - niemals würde ich mein Frauchen solch einer Gefahr aussetzen. Wenn wir sicher am Feind vorbei sind, sage ich ihm aber nochmal gehörig die Meinung und Belle ordentlich laut, damit er weiss, mit wem er es hier zu tun hat. Meistens schaffe ich es auf diese Weise, solch unliebsame Zeitgenossen nach kurzer Zeit aus meinem Revier zu vertreiben.

Am Schlimmsten ist es jedoch in der Winterzeit. Da wachsen über Nacht auf der Wiese böse weiße Bollerköpfe, welche in bedrohlicher Art und Weise versuchen, die Herrschaft über MEINE Hundewiese zu erlangen. Immer wieder beobachte ich, wie kleine Menschen furchtlos um diesen Albtraum in Weiß umherspringen und ihn sogar wieder reparieren, wenn die Sonne einen Teil davon weggeschmolzen hat. Weiße Bollerköpfe sind gefährliche Feinde und werden von mir restlos eliminiert - nur die Kohleaugen, die lasse ich übrig.



(c) by Thali

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